Die Workshops beim Festival der Improvisation:
1 Workshop (3 Tage)
4 Mini-Workshops (jeweils 3 Stunden)
1 Workshop (1 Tag)
Los geht`s: Ab sofort kann man sich für die Workshops anmelden.
Die Workshops
Workshop (3 Tage)
It’s alive! A puppet as a scene partner
Amy Kraft
Level: 4 bis 5 Jahre Improvisationstheatererfahrung
Unterichtssprache: Englisch
Workshopzeiten:
Donnerstag, 01.10. 12.00 – 18.00 Uhr (mit 1 Stunde Pause)
Freitag, 02.10. 10.00 – 18.00 Uhr (mit 1 Stunde Pause)
Samstag, 03.10. 10.00 – 18.00 Uhr (mit 1 Stunde Pause)
In diesem Workshop basteln wir Puppen aus einfachen Materialien und erwecken sie dann durch Improvisation zum Leben. Ihr lernt die Grundlagen des Puppenspiels – Atmen, Bewegen, Zuhören – und erkundet dann, was passiert, wenn ihr eine Puppe nicht mehr als Requisite, sondern als Szenenpartner*in betrachtet. Durch Improvisationsspiele, Zusammenarbeit zu zweit und Ensemblespiel beschäftigen wir uns mit Charakterentwicklung, Szenenarbeit und damit, was es braucht, um mit zwei Köpfen aufzutreten.
Amy Kraft
Amy Kraft ist eine in Chicago ansässige Improvisationskünstlerin und Puppenspielerin sowie eine preisgekrönte Gesundheits- und Wissenschaftsjournalistin, die nicht aufhören kann, Menschen und Dinge zu ergründen. Sie glaubt, dass eine Puppe, genau wie ein guter Interviewpartner, verrät, wer sie wirklich ist, wenn man nur zuhören kann. Amy tritt regelmäßig in Chicagoer Theatern auf, darunter The Second City und Home Comedy Theater, wo sie Mitglied des Hausensembles „Grief Circle“ ist. Ihr improvisiertes Puppenspiel „Conversations We Can’t Have“ – das sich mit Themen befasst, die sich gegenüber uns nahestehenden Menschen schwer in Worte fassen lassen – wurde bereits vor Kinder- und Erwachsenpublikum in Chicago und bei IMPROAmsterdam 2026 aufgeführt. Sie freut sich sehr darauf, ihren dreitägigen Puppenworkshop zur Impronale zu bringen, um die Freude und das Staunen am Improvisieren mit Puppen zu teilen.
www.amykraft.org
Mini – Workshop 1
PLAYING THE LINE – Improvisations- und Flowing Workshop mit kalligrafischen Mitteln
Lucian Patermann
Level: offen für Neugierige und Interessierte, keine Vorerfahrungen notwendig
Unterrichtssprache: deutsch
Workshopzeit:
Mittwoch, 30.09. von 16 bis 19 Uhr
In diesem Workshop tauchen wir über kalligrafische Mittel (z. Bsp. Feder, Pinsel, Tinte, Bleistift) in einen Zustand des Flows ein. Linie, Rhythmus und Bewegung stehen im Vordergrund – nicht das perfekte Ergebnis. Durch einfache Übungen öffnen wir den Raum für spontane, körperliche Gesten und lassen aus Schriftzeichen Kalligramme und grafische Bilder entstehen. Der Fokus liegt auf dem Prozess und dieser steigert sich schrittweise: reagieren, loslassen, weiterfließen. So lassen wir Schrift zu einer Form der Improvisation werden. Der Workshop setzt Impulse und lädt dazu ein, eine offene, experimentelle Haltung zu entwickeln. Ein lebendiger Dialog zwischen Hand, Material und Moment entsteht.
Bitte mitbringen: Kleidung, die Farbflecke bekommen darf.
Lucian Patermann ist ein Maler und Konzeptkünstler, dessen Arbeiten von einem vielseitigen Medieneinsatz gekennzeichnet sind – z. Bsp. Malerei, Videokunst, Installationen, Texte & Performances. Seine Werke greifen häufig von der malerischen Oberfläche in den Raum, schaffen Szenerien und Installationen, die sowohl als Ausstellungen zu erleben sind, als auch als Bühnen oder Performances erfahren werden können. Dies drückt sich auch in Patermanns interdisziplinären und kooperativen Arbeitsweisen aus, innerhalb derer er kontinuierlich mit Künstler*innen aus Musik, Tanz und Theater zusammenwirkt.
www.lucianpatermann.com
Mini – Workshop 2
Was weg muss, wird lecker
Crummes Eck
Unterrichtssprache: deutsch
Workshopzeit:
Donnerstag, 01.10. von 16 bis 19 Uhr
Es wird Zeit, Lebensmitteln, die aufgrund ihrer Form, Farbe oder Herkunft weggeworfen werden, eine Chance zu geben und sie vor dem Müll zu bewahren. Doch wenn man nicht weiß, was übrigbleibt, muss man improvisieren. Wir wollen gemeinsam aus den spontan geretteten Lebensmitteln ein kleines Buffet kreieren. Außerdem erhaltet ihr Informationen, wie man Lebensmittel am besten retten kann und so der Vergeudung von Ressourcen entgegenwirkt.
Bring am besten eine Schürze mit!
Das Crumme Eck ist ein kleiner Laden im halleschen Paulusviertel, in dem Lebensmittel vor dem Wegwurf gerettet werden. Ein Team aus 39 Ehrenamtlichen sammelt im Stadtgebiet von verschiedensten Kooperationspartnern die Lebensmittel ein, die nicht mehr ganz chic aussehen, zu viel geordert waren oder deren Haltbarkeit zumindest am aufgedruckten Stempel angezweifelt wird. An drei Tagen in der Woche werden die Lebensmittel gegen eine Spende abgegeben.
www.crummeseck.de
Mini- Workshop 3
Persona! = lass deine Stimme erschallen.
Olivia Wendt
Level: keine Vorerfahrung nötig
Unterrichtssprache: deutsch
Workshopzeit:
Donnerstag, 01.10. von 16 bis 19 Uhr
Ich gebe gerne erstmal ganz grundsätzliche Informationen über die menschliche Stimme, damit klar wird, was für ein Wunderwerk wir in uns tragen. Dann bringen wir das Instrument Stimme durch verschiedene Übungen zum Klingen. Einige Übungen sind schon kleine Songs und somit Klangerlebnisse für die Teilnehmenden. Schlussendlich versuchen wir, gemeinsam eine Mehrstimmigkeit zu erschaffen.
Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, (Antirutsch)- Socken oder IndoorSchuhe, Getränk
Olivia Wendt ist ausgebildete Mudicaldarstellerin, Gesangspädagogin und arbeitet seit 15 Jahren als Schauspielerin am Stadttheater Ingolstadt. Sie hat viele professionelle Spieler*innen gecoacht und zahlreiche Chöre für die Bühne einstudiert. Sie fühlt sich in allen Genres zu Hause und freut sich, Menschen ihre ganz eigene Stimme zu zeigen.
www.instagram.com/wendt_olivia
Mini- Workshop 4
Fehlerfreuden
Elisa Hensen
Level: alle, die Lust haben, sich auszuprobieren und Fehler zu machen – mit oder ohne Vorerfahrung.
Unterrichtssprache: deutsch
Workshopzeit:
Freitag, 02.10. von 16 bis 19 Uhr
Was passiert, wenn wir aufhören, Fehler vermeiden oder vertuschen zu wollen – und stattdessen beginnen, sie gemeinsam zu feiern? Was passiert, wenn wir uns bewusst Raum geben, unsere „seltsame Seite“ zu zeigen? Für Clowns sind Fehler kein Problem, sondern eine Chance zum gemeinsamen Improvisationsspiel. In diesem Workshop erforschen wir den Clown als Figur, die träumerisch, ehrlich und mit voller Anstrengung scheitert und gerade darin lebendig, nahbar und zutiefst menschlich wird. Dabei stellen Clowns soziale Normen und Regeln in Frage und gehen auf eine verlockende Entdeckungsreise nach dem Anderssein.
Elisa Hensen ist als freischaffende Theaterpädagogin und Klinikclownin in Leipzig und Halle aktiv. In ihren Angeboten verbindet sie Theaterarbeit mit Elementen aus dem Physical Theatre, Improvisationstheater und der Clownerie. Als Theaterpädagogin verfolgt sie das Ziel, Menschen unterschiedlichen Alters an die Kunst der Theater- und Clownarbeit heranzuführen und ihnen einen spielerischen Zugang zu Ausdruck, Präsenz und Spielfreude zu eröffnen. Dabei ist es ihr ein Anliegen, ihre Angebote inklusiv und möglichst barrierearm zu gestalten. Als (Klinik-)Clownin arbeitet sie im direkten Moment der Begegnung – offen, intuitiv, meist musikalisch und immer neugierig im Kontakt mit dem, was gerade entsteht.
www.elisahensen.com
1 – Tages – Workshop
Haut rein. Körper im Widerstand.
Melli Heyne
Level: keine tänzerischen Vorkenntnisse nötig.
Unterrichtssprache: deutsch
Workshopzeit:
Samstag, 03.10. von 10 bis 17 Uhr
Wenn zwei Körper aufeinandertreffen, kann vieles passieren. Im Workshop wollen wir uns gemeinsam in eine Aushandlung zwischen Nähe und Distanz, Zärtlichkeit und Konflikt begeben. Mithilfe von Tanzimprovisation, performativen Formaten und spielerischen Methoden nähern wir uns der Frage an, was passiert, wenn sich Körper im Widerstand zueinander befinden. Dabei entsteht ein sensibler, gewaltfreier Raum der Reibung und des Aufeinandertreffens, in dem Konflikte keine Störungen, sondern produktive Zustände werden.
Bitte bewegungsfreundliche Kleidung und ggf. Wechselkleidung mitbringen. Wir arbeiten in Socken oder Barfuß.
Melli Heyne
ist Performer*in, Tanzpädagog*in und angehende Kulturwissenschaftler*in aus Halle (Saale). Seit 2021 arbeitet Melli in verschiedenen Kontexten auf und vor der Bühne, darunter in diversen Tanz- und Sprechtheater-Produktionen des stellwerk weimar und des Theaterhaus Ost Halle. In Mellis Arbeit spielt das Verständnis des Körpers als politisch eine entscheidende Rolle. Dabei ist Melli auf der Suche nach der politischen Anatomie von Körpern im sozialen Raum und erforscht, wie sich Gesellschaft in unsere Körper einschreibt und dort ausdrückt.
Instagram: @guemellih






