18. IMPRONALE 2021

Der Zauber des Moments in Halle
Erfolgreiche 18. Impronale 2021 mit sechs Shows und hallesche Gruppe mit Show „Blaue Stunde“ als Improkal-Sieger

Vom 25. bis 28. November 2021 brachte die 18. Impro­nale – das Improvisationstheaterfestival Halles – internationale Gruppen und Künstler*innen der Impro-Szene aus Kanada, Frankreich und Deutschland nach Halle (Saale).
Den Improkal 2021 (begehrter Publikumspreis) gewann die Show „Blaue Stunde“. Die hallesche Gruppe „Hörspiel auf Verlangen“ begeisterten das Publikum besonders.

Der Zauber des Moments“ war das Motto der 18. Impronale, und wahrlich verzaubert haben die auftretenden Künstler*innen am ersten Adventswochenende ihr Publikum. Zwar etwas stiller und leiser als sonst: Aufgrund der aktuellen Pandemielage musste die große Party zum 18. Geburtstag des Improvisationstheaterfestivals entfallen. Trotz der besonderen Umstände und geltender 2G -Bestimmungen waren die Aufführungen in der Freien Spielstätte beinahe ausverkauft. Kaum ein Sitz blieb frei – weder zur feierlichen Eröffnung mit „Quersumme 9“ am Donnerstag, bei der der Veranstalter Kaltstart e.V. und Wegbegleiter*innen in Erinnerungen schwelgten, noch bei den Shows der Improkalbewerber*innen und einer Improvisationstheateruraufführung am Abschhlussabend. Die hallesche Gruppe „Hörspiel auf Verlangen“ überzeugte mit ihrer Show „Blaue Stunde“ das Publikum. Die Darsteller*innen aus Halle setzten sich knapp gegen die Zweitplatzierten Theater Inedit (mit dem„Heureka!“) durch. Die „Blaue Stunde“ ist ein innovatives Format, in der Hörspiel, Musik, Schattentheater und bildende Kunst aufeinandertreffen. Am Anfang stand nur ein Wort, nämlich „Das Schwein“, aus dem sich Szenen entwickelten. Die Künstler*innen setzten sich mit Überbevölkerung und Fleischkonsum auseinander. Und warum ist das Leben des einen mehr wert als das des anderen? Warum werden manche Tiere als Gefährten geliebt und vergöttert und andere geschlachtet? Eine Antwort gab „Blaue Stunde“ nicht, sondern warf viele Fragen auf – nicht zuletzt, wie unsere Gesellschaft mit Fleisch umgehen wird, wenn es ein rares Gut wird.